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Unsere Geschichte begann in den 30er Jahren, in denen Josef Schmedding der Gedanke kam, einen Musikzug ins Leben zu rufen. Er musste lange Zeit mit dem damaligen Feuerwehrchef Heinrich Wittenbrink diskutieren, um die Genehmigung für die Gründung eines Spielmannszuges zu erhalten. Dank seines hartnäckigen und ausdauernden Durchsetzungsvermögens stand nach Jahren endlich der Gründung nichts mehr im Wege. Nun galt es für Schmedding, geeignete Männer für sein Vorhaben zu finden. Das Glück war auf seiner Seite. Mit Hans Witzel konnte er einen echten Profi-Musiker engagieren. Dieser wirbelte schon beim Infanterieregiment 19 in Münster die Trommel. Er blieb dem Verein über 40 Jahre lang treu. Kurz nach seinem Jubiläum erkrankte er schwer und verstarb im März 1978.
Als Dritter stieß Franz Niehaus sen. dazu. Der Besitzer eines Sägewerkes am Rande des Dorfes erwies sich in vielerlei Hinsicht als ein sehr wichtiger Bestandteil dieser Gründung. Er hatte Notenkenntnisse und konnte diese lehren und brachte somit ideale Voraussetzungen für die Leitung der Flöten-Ausbildung mit. Außerdem besaß er etwas, was dem Spielmannszug noch jahrzehntelang dienlich sein sollte: eine Mühle, die sich als ausgezeichneter Schulungsraum eignete.
Zu diesen drei Spielmannszugsgründern kamen Alois Knapheide, Heinrich Lienkamp, Albert Schwartengräber, Willi Ruhe, Heinrich Teepe, Heinz Reckhorn und Bernhard Schabhüser als Flötisten hinzu. Die kleine Trommel schlugen im Gründungsjahr Willi Holwitt-Dieker und Josef Ellerbrock. Die Pauke bediente August Reckermann und das Becken Anton Käller-Hagedorn. Gekleidet in einer weißen Hose sowie einem dunklen Rock bereicherten die Musiker mit ihren Auftritten nicht nur das gesellige Dorf, sondern waren auch auf Anlässen im gesamten Kreisgebiet gern gesehene Gäste.
Bis zum Kriegsbeginn im Jahre 1939 konnte sich die Musik kontinuierlich verbessern und der Spielmannszug entwickelte sich prächtig.
Während des 2. Weltkrieges verstummten jedoch die Melodien. Viele Mitglieder des Spielmannszuges wurden an die Front berufen. Für einige wurde es ein Gang, von dem es kein Zurück mehr gab . . .

Im Jahre 1954 war es Franz Niehaus jun., der auf Drängen seines Frisörs Hans Witzel den Verein als "Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Milte" wieder ins Vereinsleben zurückrief. Neben Franz Niehaus jun. taten es auch Heinz-Josef Lienkamp und Bernhard Pelster ihren Vätern gleich und machten mit als Flötisten. Auf dem gleichen Instrument spielten auch Hermann und Dietmar Jürgens sowie Herbert Glanemann. Als Trommler wurden Heinrich Holtkamp und Werner Niehaus angeheuert. Die Pauke schlug Anton Kettler. Josef Schmedding und natürlich Hans Witzel waren sofort wieder mit von der Partie.
Franz Niehaus hatte sich die Flötentöne selbst beigebracht und lehrte fortan dieses Spiel. Hans Witzel bildete die Trommler aus und als Schulungsraum diente wiederum Niehaus? alte Mühle.
Schon ein Jahr später, 1955, wartete der wiedergegründete Musikzug mit seinem ersten öffentlichen Auftritt beim Schützenfest in Milte auf.
Milte hatte wieder einen Spielmannszug!
Die Uniform der freiwilligen Feuerwehr kleidete den Spielmannszug einheitlich. Mit einem erweiterten Aufgebot an Märschen war der Musikzug bis weit über die Milter Grenzen hinaus bekannt.
Im Juni 1967 trat Josef Schmedding aus Altersgründen zurück und wurde zum Ehren-Tambourmajor ernannt. Er starb 1981. Franz Niehaus wurde sein Nachfolger.
In den 70er Jahren verlagerte man den Proberaum ins Feuerwehrgerätehaus am Milter Mühlenpatt. 1976 feierte der Verein sein 40-jähriges Bestehen.

1981 löste Hubert Lienkamp, dessen Vater schon im Verein tätig war, Franz Niehaus als Tambourmajor ab. Somit gewann der Spielmannszug wieder einen absoluten Vollblutmusiker. Die wöchentlichen Proben leiteten von da an Josef König aus Warendorf und Hubert Lienkamp gemeinsam. König war seit Jahrzehnten aktives Mitglied des Warendorfer Spielmannszuges. Er bildete unsere Flötisten bis Ende der 90er Jahre aus.
Das Amt des 1. Vorsitzenden bekleidete ab 1981 Heinz-Josef Lienkamp, 1984 folgte Bernhard Pelster. Beide Flötisten waren über 45 Jahre im Verein aktiv.
1989 übernahm Hubert Lienkamp das Amt des 1. Vorsitzenden. Im Zuge der Neugründung als "Spielmannszug Milte e.V." 1997 löste Karin Kövener ihn nach über 15-jähriger Tätigkeit als 1. Vorsitzender ab. Kurze Zeit später reichte Hubert Lienkamp auch den Tambourstab an Robert Holtkamp weiter. Bis 2000 agierte Lienkamp aktiv im Vorstand als 2. Vorsitzender. Somit kann er auf fast 20 Jahre erfolgreicher Vorstandsarbeit zurückblicken. In diesem Jahr feiert er nicht nur seinen 60. Geburtstag, sondern auch seine 45-jährige Mitgliedschaft. Damit erreicht er etwas, was nur wenige vor ihm schafften. "Hut ab" und weiterhin "Gut Spiel". Nach Lienkamp hatte Stefan Everwin das Amt des 2. Vorsitzenden inne und wurde in 2003 zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Eine neue, modernere Musikrichtung peilte der Spielmannszug seit 1993/94 an. Das Repertoire an Musiktiteln wurde von nun an durch klassische Stücke und moderne Lieder erweitert. Der Schwierigkeitsgrad der Stücke stieg an, sodass man einen Berufsmusiker als Ausbilder engagierte. Die Trommler lernten fortan nach Noten zu spielen.
Die Einführung der Trommlernoten ermöglicht es schwierigere Lieder in kürzerer Zeit zu erlernen. Bis heute hat sich die neue Ausbildungsform bewährt. Momentan beträgt die Dauer der Grundausbildung rund 2 Jahre. Der Nachwuchs wird von den eigenen Mitgliedern unter der Leitung von Kathrin Jeising (Flöte) und Matthias Danwerth (Trommel) ausgebildet.

Der Spielmannszug Milte ist ein junger Verein, sein Altersdurchschnitt liegt bei ca. 19 Jahren. Besonders stolz sind wir auf unsere Jugendarbeit, denn gerade in den letzten 9 Jahren hat sich die Mitgliederzahl verdoppelt. Somit zählt der Verein heute 65 aktive Musiker, darunter 19 in der Ausbildung.

Seit 2004 veranstaltet der Verein jedes Jahr ein Übungswochenende, um das musikalische Können zu verbessern. Neben der Musik wird besonders das Vereinsleben groß geschrieben.

Der Spielmannszug Milte feierte am 30.04.2006 sein 70-jähriges Bestehen mit einer großen Musikschau auf dem Milter Schützenplatz und anschließendem "Tanz in den Mai". Insgesamt 12 befreundete Musikzüge und 8 Ehrengarden konnten wir an diesem Tage begrüßen. Den "Tanz in den Mai" veranstaltet der Verein seitdem jedes Jahr.

Die Geschicke des Vereins werden derzeit von Stefan Everwin (1. Vorsitzender), Kathrin Jeising (2. Vorsitzende), Robert Holtkamp (Tambourmajor), Christina Schwienhorst (Schriftführerin), Ulf Borgmann (Kassierer), Matthias Danwerth (Beisitzer) und Christine Danwerth (Jugendvertreterin) geleitet.

Durch das Engagement von Jonas Holtkamp ist der Spielmannszug auch online unter www.spielmannszug-milte.de vertreten.

Im Jahre 2011 wird der Verein sein 75-jähriges Jubiläum feiern.